Gemeinschaftliches Pfarramt

Wesertal 

Sozialdiakonische Projekt

der Oberschule Hessisch Oldendorf und
des Gemeinschaftlichen Pfarramtes Wesertal

Menschen am Rande der Gesellschaft. Wir alle wissen, dass es sie gibt. Aus den verschiedensten Gründen sind sie in Situationen geraten, die sie hilfsbedürftig, von anderen abhängig machen. Alleinerziehende Mütter oder Väter, Senioren, Menschen in sozialer Isolation, Menschen mit Behinderungen sind nur einige von ihnen.

Sei sozial! – Engagiere Dich! – Es lohnt sich!

Dies war der Grundgedanke eines Projektes, mit dem der Schulleiter der Oberschule Hessisch Oldendorf, Ottmar Framke, an das Gemeinschaftliche Pfarramt herangetreten ist. Herr Framke hatte den Wunsch, den Gedanken des sozialen Miteinanders nicht nur im Schulbereich zu leben, sondern er sollte bei den Schülern über die Schulaktivität hinaus verankert werden. Die Jugendlichen sollten durch diese Projektarbeit erkennen, dass es sich immer lohnt, einen eigenen Beitrag in unserer Gesellschaft zu leisten. In den 9. und 10. Klassen der Oberschule Hessisch Oldendorf wurden Flyer verteilt, die für diese Arbeitsgemeinschaft warben. Außerdem motivierte der Schulleiter, indem er mit Pastor Matthias Voigt und der Diakonin Carina Sittig durch die Klassen ging und die Schüler zur Beteiligung aufrief.

Die Leitung des Projektes haben Diakonin Carina Sittig aus dem Jugenddienst Grafschaft Schaumburg und Pastor Matthias Voigt übernommen. Von Seiten der Oberschule Hessisch Oldendorf wird sie von der Lehrerin Andrea Goebel unterstützt. Die Treffen finden in der Regel wöchentlich für zwei Stunden in der Gesamtgruppe, die zurzeit aus 14 Mädchen besteht, statt. Während dieser Treffen wurden Vorbereitungsgespräche geführt, Referenten und Fachleute eingeladen, die den Schülerinnen das soziale Netzwerkt näher bringen und Kooperationspartner für den Praxiseinsatz suchen. Den Teilnehmern wurden verschiedene Reflexions- und Feedbackmethoden vermittelt, die dann auch gleich nach einem Besuch der Tagesstätte für Obdachlose und der Schuldnerberatung zum Einsatz kamen. Viele der Schülerinnen hatten diese soziale Not vorher noch nicht so erlebt.

Alle Mitarbeiter dieses Projektes waren sich einig, dass dieses Angebot einen ständigen Erfah-rungsaustausch notwendig macht. Die Jugendlichen sollten immer die Möglichkeit haben, ihr Handeln und Wirken zu reflektieren. Sie sollten wissen, dass sie nicht alleine sind und jederzeit Rat und Hilfe bekommen konnten.

Momentan befindet sich die Gruppe im Bereich des Kennenlernens und der Zuordnung der sozialen Stationen in der Region. Diese können sein: Kindergärten, Altenpflegeheime, das Taubblindenheim, die Jugendjustizanstalt, die Neurologische Klinik, alleinstehende Personen usw. Die Aufgabenbereiche sind weit gestreut. Die Schülerinnen unterstützen durch Gespräche, Spielen, kleine Einkäufe und vieles mehr. Einzelne der Teilnehmerinnen haben schon ihren festen Einsatzbereich gefunden.

Im Januar des nächsten Jahres kommt dieses Projekt dann zum Abschluss. Wir können nur hoffen, dass alle Auswertungen und Gespräche dazu führen werden, auch im nächsten Jahr diese AG anzubieten. Helfen kann ein wunderbares Gefühl sein!

Sabrina Lange